Die 5 besten einheimischen Superfoods

Chia-Samen, Goji-Beeren und Matcha-Tee: Von diesen Trend-Lebensmitteln lesen und hören wir aktuell immer wieder. Besonders nährstoffreich sollen sie sein und gesund und vital machen. Daneben kosten sie leider auch ganz schön viel Geld und  werden meist von sehr weit hertransportiert.  Dabei gibt es zahlreiche regionale Lebensmittel, die den Namen Superfood durchaus verdienen und dabei durch regionale und saisonale Produktion viel ökologischer produziert werden – und unser Portemonnaie deutlich weniger belasten. Hier stelle ich dir fünf einheimische Superfoods vor, die den Namen wirklich verdient haben. Viel Spass beim lesen und (wieder-)entdecken!

 

 

1. Leinsamen: Superfood mit gesunden Fetten

 

 

Die kleinen bräunlichen Leinsamen werden aus Flachs gewonnen. Sie bestechen vor allem durch den hohen Gehalt an gesättigten Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System schützen und Blutfettwerte senken können. Die zudem enthaltene Fol-und Panthothensäure sorgt für schöne Haare und ein besseres Hautbild. Leinsamen bestehen zu einem Viertel aus Nahrungsfasern. Diese quellen im Darm auf und helfen zusammen mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr bei Verstopfung.

 

Leinsamen sollte man möglichst frisch geschrotet verwenden. Dadurch können die darin enthaltenen Nährstoffe besser verwertet werden. Sehr fein sind sie dann als Müeslizutat oder im selbstgebackenen Brot.

 

Ich empfehle vor allem Menschen, die kaum Fisch essen die regelmässige Einnahme von Leinöl um eine ausreichende Menge an Omega-3-Fettsäuren zu erhalten. Frisch geschrotete Samen sowie das Öl sollte im Kühlschrank gelagert werden und nach drei Monaten aufgebraucht sein.

 

Leinsamen kann die Aufnahme von Arzneimitteln über den Darm behindern. Nach einem Darmverschluss, bei Verengungen (Stenosen) im Verdauungstrakt und Divertikulose sollten keine feinkörnigen Lebensmittel verzehrt werden. Auch hier empfehle ich die Einnahme von Leinöl als Alternative.

 

 

 

2. Randen: Naturpower im Winter

 

 

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist die Auswahl an frischem Gemüse aus regionaler Produktion nicht mehr so gross. Die dunkelroten Knollen lassen sich auch ungekocht lange lagern oder können eingemacht oder vakumiert über die kalte Saison eingekauft werden.

 

Randen bieten uns eine geballte Ladung an Mineralstoffen, Vitamin C, diversen B-Vitaminen und Provitamin A sowie Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor, Selen und Zink. Sogar die Blätter der Roten Rübe strotzen vor Vitaminen. So wirken die Knollen insgesamt blutbildend, immunsteigernd, antioxidativ, entsäuernd, krampflösend und sekretionsfördernd.

 

Randen kann man roh im Salat oder gekocht essen. Dabei sollten sie nicht mehrmals aufgewärmt werden, da dies den Gehalt an für den Körper schädlichem Nitrit fördert. Kochst du Randen selber, solltest du sie vorher nicht schneiden oder schälen, weil dadurch bereits viele wichtige Nährstoffe verloren gehen können.

 

Probier doch mal ein feines Randen-Carpaccio mit einem Balsamico-Walnuss-Dressing und klein gewürfeltem Feta, oder eine feine Randen-Suppe aus.

 

Menschen, die zu Nierensteinen neigen, sollten Randen aber besser mit Mass genießen, da sie außerdem reich an Oxalsäure ist.

 

 

 

Hagebutte - Vitamin-C-Booster für das Immunsystem

 

 

Das Superfood bietet nach der Acerola-Beere am zweitmeisten Vitamin C unter allen bekannten Lebensmitteln. Selbst verarbeitet ist noch genügend Vitamin C enthalten, wobei die Früchte der weissen Wildrose sanft getrocknet am meisten des Antierkältungs-Vitamins beibehalten kann. Ebenfalls enthalten sind Flavonoide, Calcium, B-Vitamine und Vitamin K. In der Heilpflanzenkunde wird Hagebutte bei Bronchitis, Arthroseschmerzen und bei Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt.

 

Die getrockneten Beeren findest du in gut sortierten Bioläden. Auch ein Experiment wert, wenn du mal etwas mehr Zeit hast: selbstbekochte Hagebuttenkonfi.

 

 

 

Honig

 

 

Honig wirkt mit über 200 Nährstoffen wohltuend auf die Gesundheit und stärkt die Abwehr. Die in dem Superfood enthaltenen Flavonoide helfen unter anderem auch dabei, Symptome einer Erkältung zu lindern. Daneben hat Honig allgemein entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften und beruhigt durch seinen hohen Gehalt an Phosphor die Nerven auf natürliche Weise Trotz des höheren Preises lohnt sich der Einkauf von Honig aus lokaler Produktion. Gerade Pollenallergiker profitieren vom regelmässigen Honigkonsum, wenn sie den Honig eines Imkers aus der Region geniessen Keine Angst vor zu viel Zucker: Bereits ein Teelöffel am Tag in der warmen Milch, im Müesli oder auf dem Brot bringt eine ausreichende Wirkung für deine Gesundheit. Dabei soll der Honig nicht über 40 Grad erwärmt werden, da sonst viele wärmeempfindliche Inhaltstoffe verloren gehen. Kinder unter einem Jahr sollten zudem noch keinen Honig verzehren.

 

 

 

 

Kürbiskerne

 

 

Kürbiskerne enthalten viele  wertvolle Vitamine und Enzyme. Eine der bekanntesten Wirkungen ist der positive Einfluss auf Reizblase und Prostata. Kürbiskerne liefern über 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Beta-Carotin, sowie Magnesium, Eisen, Zink und Selen.

 

Kürbiskerne können sehr vielfältig eingesetzt werden: Wiederum als Zutat im Müesli,  auf Rohkostsalaten oder auch wieder verarbeitet im Brot. Kürbiskerne entfalten durch anrösten ein sehr feines nussiges Aroma. Dazu die Kerne bei hoher Hitze ohne Fett in einer Bratpfanne anrösten, bis sie sich leicht aufblähen. Dabei solltest du die Kerne gut beobachten, da sie durch die Hitze schnell verbrennen können. Danach kannst du sie zum Beispiel als gesunde.  Knabberei oder über eine Kürbissuppe gestreut verwenden. Natürlich kannst du auch das inzwischen überall erhältliche Kürbiskernöl verwenden. Achte auch hier auf eine gute Qualität und verwende möglichst Öl aus erster Pressung.

 

 

 

 

Viel Spass beim Ausprobieren der Rezepte und Geniessen!

 

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